So nutzt Ihr Apple Maps auch ohne Internetverbindung

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Apple investiert schon seit einigen Jahren in seine native Kartenanwendung Apple Maps. Aber es fehlen nach wie vor eine Reihe von Funktionen, die Mitbewerber, wie Google Maps, schon seit einiger Zeit bieten. Für iOS 17 fügt das Unternehmen jetzt jedoch eine wichtige Funktion zu seiner Navigations-App hinzu: Offline-Karten. Erfahrt hier bei uns, wie das neue Feature funktioniert und wie es sich von der "Konkurrenz" unterscheidet.

  • Erfahrt alles über die neuen Funktionen von iOS 17 auf unserer Übersichtsseite

Die Funktion kommt etwas mehr als 10 Jahre nach der Einführung von Google Maps zu Apple Maps. Etwa zur gleichen Zeit, als die Standard-Karten-App von Google auf die native App aus Cupertino umgestellt wurde. Die Funktion ist ziemlich umfangreich und unterstützt nicht nur die grundlegende Kartenanzeige, sondern auch die Turn-by-Turn-Navigation und sogar einige zusätzliche Informationen über zwischengespeicherte Orte.

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Die Navigation funktioniert wie erwartet auch ohne Internetverbindung. / © nextpit

Während der Offline-Navigation funktionieren die Sprachanweisungen weiterhin – auch die Informationen zur geschätzten Ankunftszeit (ETA) funktioniert wie gewohnt.

Eine Funktion, bei der Apple anscheinend noch einen Schritt weitergegangen ist, ist das Zwischenspeichern von zusätzlichen Informationen zu Orten. Während Google Maps den Namen, die Adresse, die Telefonnummer und die Öffnungszeiten für gespeicherte Orte speichert, hat Apple Maps – zumindest in dieser frühen iOS-17-Beta-Version – Details wie eine kurze Beschreibung, nützliche Informationen (akzeptierte Zahlungsmethoden, Verfügbarkeit von Parkplätzen usw.) und sogar die Website-Adresse zwischengespeichert. Letztere ist ohne Verbindung jedoch nicht so nützlich.

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In unserem kurzen Test konnte Apple Maps sogar Abfahrtsinformationen zu Bahnhöfen zwischenspeichern, was auf Reisen im Ausland sehr praktisch sein kann, solange die Züge pünktlich sind. Diese Funktion reicht wahrscheinlich nicht für "Zugspotter" aus, aber sie sollte Euch Genüge tun, wenn Ihr Eure Karten z. B. kurz vor dem Verlassen eines Hotelzimmers aktualisieren wollt.

Apple Maps speichert Informationen über die Abfahrtszeiten von Zügen und U-Bahnen im Cache. / © nextpit

Ein weiterer Unterschied zu Google Maps besteht darin, dass die iOS-App klare Hinweise darauf gibt, welche Orte auf dem Gerät gespeichert wurden, wobei ein "keine Wolke"-Symbol die verfügbaren Offline-Karten deutlich anzeigt. Wenn Ihr in die Nähe der Straßenebene zoomt, wird der verfügbare Bereich hervorgehoben, damit Ihr nicht unnötig in nicht gespeicherte Regionen zoomen müsst.

Ein klarer Umriss zeigt an, welche Karten ohne Internetverbindung verfügbar sind. / © nextpit

Wie aufgrund der zusätzlichen Funktionen zu erwarten war, beanspruchen die Offline-Daten der Apple Maps App mehr Megabyte als die von Google für ein ähnliches Abdeckungsgebiet, was Ihr im Hinterkopf behalten solltet, wenn Euer Speicherplatz knapp wird. Natürlich ist der Unterschied in Städten größer, in denen Apple mehr Metadaten anbietet, wie zum Beispiel im Heimatland US und A.

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So nutzt Ihr Apples Offline-Kartenfunktion

Ein Vorteil von Apples Implementierung der Offline-Karten ist, dass es sehr einfach ist, eine Region auf dem iPhone zu speichern. Am simpelsten ist es, wie gewohnt nach einem Point of Interest zu suchen und auf die Schaltfläche Download zu tippen. Bestätigt einfach das Gebiet, das zwischengespeichert werden soll, und tippt auf den großen blauen Download-Button.

Das Herunterladen von Offline-Karten in der App von Apple ist fast so einfach wie die Suche nach dem gewünschten Ort. / © nextpit

Die andere Methode ist ähnlich wie die Schritte bei Google Maps:

  1. Tippt auf Euer Profilbild neben der Suchleiste.
  2. Wählt Offline-Karten.
  3. Wählt Neue Karte herunterladen.
  4. Bestätigt das gewünschte Gebiet und tippt dann auf Herunterladen.
Apple Maps offline / © nextpit

Oh, noch eine letzte Sache®, Apple Maps erlaubt nicht nur das Umbenennen von Offline-Karten, sondern auch das Ändern des gespeicherten Gebiets. Wählt dafür einfach eine heruntergeladene Region aus und Ihr findet auf demselben Bildschirm eine Schaltfläche Größe ändern, mit der Ihr die Karte umbenennen und löschen könnt. Diese Funktion erfordert eine Internetverbindung und erlaubt es zum Beispiel nicht, einen Bereich zu verkleinern, wenn Ihr verzweifelt ein paar Megabytes braucht.

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Am Ende hat Apples Implementierung von Offline-Karten Google Maps nicht nur erreicht, sondern in einigen wichtigen Punkten übertroffen. Als Android-Nutzer hilft mir das überhaupt nicht und wird mich auch nicht dazu bringen, mich in nächster Zeit für ein Apple iPhone anzustellen. Aber wenn ich ein iPhone als Hauptgerät hätte, würde ich auf Reisen einfach in beiden Apps Karten im Cache behalten.

Wie sieht es bei Euch aus? Seid Ihr iPhone-Nutzer, die bereits zu Apple Maps gewechselt haben, oder seid Ihr eingefleischte Google Maps-Fans? Kommentiert auch gern, ob Ihr immer noch die gute alte "Here WeGo"-App nutzt und vor allem warum?

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