Wir von der schreibenden Zunft kämpfen einen langen, mühsamen, aber auch interessanten Kampf. Wir müssen uns mit dem, was wir jeden Tag tun, gegen eine riesige Konkurrenz durchsetzen. Außer uns gibt es viele tolle Kolleg:innen, die die gleichen Themen beackern wie wir. Zudem gibt es aber auch viel Schrott, der lediglich für Google optimiert wird. Es gibt aber auch immer mehr Texte, die einfach auf Knopfdruck generiert werden: Texte, die auf Basis einer KI erstellt werden.
Waren die Einstiegshürden zum Erstellen KI-basierter Texte noch bis vor kurzem einigermaßen hoch, brechen seit dem Start von ChatGPT alle Dämme. Grund genug, dass wir uns in der Casa Casi heute mit der Frage beschäftigen, ob unsere Jobs ernsthaft gefährdet sind.
Entwarnung! ... also vorläufig!
ChatGPT heißt also das KI-Schwein, welches wir alle gerade durch sämtliche Dörfer des Internets treiben. Und wisst Ihr was? Dieser Hype ist sowas von gerechtfertigt! Über die unfassbaren Möglichkeiten sprechen wir ja auch im Podcast. Denn Texte-Erstellen ist auf einmal so einfach wie Googeln. Ihr braucht lediglich einen OpenAI-Account und könnt dann das Tool kostenlos nutzen (Link unten in den Show Notes).
Was macht Ihr mit ChatGPT? Es funktioniert so ähnlich wie bei den KI-gestützten Bildgeneratioren wie Stable Diffusion: Ihr gebt einfach ein Prompt ein, also eine Beschreibung dessen, was die KI erstellen soll. Ich hab echt schon eine Menge ausprobiert: Liebesgedichte, HTML-Code, Pro- und Contra-Listen, Vergleichstabellen, Essays und vieles mehr. Palle hat sogar ein Textadventure erstellen lassen!
Aber wir hatten ja eine Fragestellung, mit der wir heute in die Folge gegangen sind. Müssen wir alle zittern, weil jetzt jeder Ochse einfach sowas wie "Schreib einen Artikel zur Vorstellung des iPhone Galaxy 33 Ultra Fold" ins Chat-Tool stümpern kann? Spoiler: Nope, müsst Ihr nicht! Aktuell ist das Tool noch recht fehleranfällig, schreibt auch schon mal komplett unlogischen Mist oder wiederholt mit erstaunlicher Redundanz bestimmte Fakten.
Was mit KI aktuell möglich ist, seht Ihr beispielsweise im folgenden Clip des Innovation-Hacking-Teams um Martin Förtsch, mit dem wir ja kürzlich erst über KI sprachen:
Aber sicher vor dem Gang zur Jobagentur sind erst einmal lediglich diejenigen, die wirklich guten, kreativen Content erstellen. Diejenigen hingegen, die eher generische Texte schreiben – beispielsweise Sportergebnis-Dienste, Börsenberichte und vor allem diese ganzen 2-Cent-pro-Wort-Content-Klitschen dürften ernste Probleme ins Haus stehen. Nicht heute, aber schneller, als ihnen lieb sein kann.
Gut für Euch: Content-Ersteller wie NextPit werden künftig einfach noch mehr auf Qualität und Kreativität setzen – und das wollen wir natürlich ebenso wie Ihr. Kein Wunder also, dass unser vorläufiges Fazit lautet: Puh, Glück gehabt – unsere Jobs sind erstmal sicher!
Casa Casi 79: Show Notes
Wir wollen Euer Feedback! Ihr könnt Euch auf WhatsApp, Signal und Threema mit Sprachnachrichten (und natürlich auch Textkommentaren) beteiligen. Wir freuen uns auf Eure Reaktionen, auf Lob, Kritik und Verbesserungsvorschläge und natürlich auch auf spannende Themenvorschläge. Hier ist unsere Telefonnummer und unsere Threema-ID für Euer Feedback:
- Telefonnummer: +49 160 98090008
- Threema-ID: EB6YBNSE
- MeTacheles – Ist die ChatGPT AI der ultimative Google-Killer?
- Casa Casi 76 – Fake mich, aber deep!
- ChatGPT – hier findet Ihr das Chat-Tool von OpenAI
- Innovation Hacking – Video mit einer Powerpoint-Präsentation, erstellt mit ChatGPT und Stable Diffusion
- heise.de – Alles Wichtige zu ChatGPT inklusive coolem Video vom sehr geschätzten Jan-Keno Janssen
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