Opel Mokka Electric (2025) Fahrbericht: Effizienz ist Trumpf


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Das kleinste SUV-Modell von Opel, der Mokka, hat ein schickes Makeover bekommen und steht jetzt in der überarbeiteten Version für Euch bereit. Vor vier Jahren kam der Opel Mokka mit seinem neuen Design erstmals auf den Markt und sorgte damit für eine echte Überraschung. Jetzt gibt's ihn als Facelift und wir hatten schon das Vergnügen, das E-Auto aus dem Segment der Kleinagen-SUVs auf Mallorca Probe zu fahren.
Pro
- Komfortable Fahreigenschaften
- Lenkung angenehm direkt
- Verbrauch im Test überraschend gering
- Platzangebot vorn ist gut
- Serienmäßig eine Wärmepumpe an Bord
Contra
- In der zweiten Reihe sehr beengt
- Kofferraum ohne viel Ladevolumen
- One-Pedal-Drive nicht möglich
- Design ist Geschmacksache
- Ladeleistungen wenig überzeugend

Opel Mokka Electric (2025): Preis und Verfügbarkeit
Ihr habt Interesse am elektrischen Opel Mokka? Momentan gibt's den Stromer nur mit einem 115 kW (156 PS) starken Motor zu kaufen. Wenn Euch die Basis-Version "Edition" reicht, müsst Ihr mindestens 36.740 Euro hinblättern. Für die schicke und deutlich besser ausgestattete "GS"-Variante mit 17-Zoll-Leichtmetallfelgen (statt der 16-Zoll-Stahlfelgen) werden mindestens 38.990 Euro fällig. Wollt Ihr noch mehr Komfortfunktionen und Assistenzsysteme? Dann solltet Ihr das Tech-Paket im Auge behalten. Es kostet aber extra: je nach Ausstattung zwischen 2.200 und 2.600 Euro.
Kleiner Tipp: Den Opel Mokka Electric (2025) gibt's kostenlos nur in Weiß. Für einen coolen Metallic-Lack (vier Farben stehen zur Auswahl) zahlt Ihr 650 Euro mehr. Eine Wärmepumpe ist immer dabei, aber ein Panorama-Glasdach gibt's bei diesem E-Auto nicht, auch nicht gegen Aufpreis. Dafür könnt Ihr das Dach in einer anderen Farbe lackieren lassen. Kostet beim Basismodell 500 Euro extra, beim GS-Modell ist die 2-Farben-Lackierung schon mit drin.

Leasing ist eher Euer Ding? Dann schaut mal bei LeasingMarkt.de vorbei. Die haben den Mokka Electric schon für 299 Euro im Monat (netto ca. 251 Euro für Gewerbekunden) im Angebot. Ohne Anzahlung, bis 5.000 Kilometer im Jahr und bei 48 Monaten Laufzeit. Ach ja, falls Ihr den Opel Mokka doch lieber als Benziner fahren wollt: Dann geht es bei 26.740 Euro los. Auf Basis eines 48-Volt-Mildhybrid-Modells bei 29.740 Euro.
Leistung & Verbrauch
Ob der Opel Mokka Electric nun ein echter Hingucker ist? Das muss jeder von Euch selbst entscheiden. Mit seinen 156 PS hat er für den Alltag aber ausreichend Power. Gegenüber dem Ursprungsmodell ist die Leistung um immerhin 20 PS gewachsen. Und mit der 54-kWh-Batterie kommt Ihr laut Opel nach gemitteltem WLTP-Standard rund 400 Kilometer weit. Während unseres Tests auf den kurvigen Straßen im Südwesten von Mallorca waren wir vom Verbrauch echt überrascht: Nur 14,5 kWh Verbrauch auf 100 km hat uns der Bordcomputer nach knapp 90 Kilometern nach gemäßigter Fahrweise ausgespuckt. Das ist echt sparsam, wenn man berücksichtigt, dass Opel selbst 15,4 kWh/100 km in Aussicht stellt.
Schade: Bei der Elektro-Variante des Opel Mokka gibt es hinter dem Lenkrad keine Schaltwippen, um die Stärke der Energierückgewinnung beim Rollenlassen (Rekuperation) manuell einzustellen. Aber Ihr könnt per Knopfdruck in den B-Modus wechseln. Da verzögert der Mokka stärker, wenn Ihr den Fuß vom Strompedal nehmt. Während unseres Tests hatten wir viel Freude an der Rekuperationsleistung, hätten uns im Stadtverkehr aber noch etwas stärkeres Verzögern gewünscht. Hinzu kommt: Richtiges One-Pedal-Driving gibt’s leider nicht. Die Gänge und Fahrmodi (Eco, Normal, Sport) wählt Ihr über Schalter in der Mittelkonsole aus. Alles easy und intuitiv.

Keinesfalls solltet Ihr aber bitte erwarten, dass der Elektro-Mokka zum Rennwagen mutiert, nur weil Ihr den Sportmodus anschaltet. Der Opel verhält sich ganz anders als beispielsweise der Smart #3 Brabus (Test). Er nimmt es eher gemütlich, aber für ein Stadtauto reicht die gebotene Leistung echt vollkommen aus. Von 0 auf 100 km/h geht's laut Opel in neun Sekunden, und bei 150 km/h ist dann auch schon Schluss. Der maximale Drehmoment liegt bei 260 Nm. Auf der Straße überrascht der Mokka mit seiner angenehmen Laufruhe. Man hört kaum störende Fahrgeräusche. Und auch das Fahrwerk, das ziemlich straff abgestimmt ist, macht keine Zicken. Selbst in schnelleren Kurven liegt das kleine SUV super in der Spur, und die Lenkung ist – typisch Opel – direkt und angenehm.
Design und Verarbeitung
Von außen betrachtet hat sich beim neuen Opel Mokka Electric für das Modelljahr 2025 vor allem an der Front etwas getan: Sie ist jetzt mit dem neuen Opel-Blitz und einer modernen LED-Lichtsignatur versehen. Innen, wo fast alles aus recycelten Stoffen besteht, hat sich hingegen nicht viel getan. Wenn Ihr wollt, könnt Ihr aber ChatGPT als Sprachassistenten und digitalen Antwortgeber für alle Eure Fragen nutzen. Das ist aber nur während einer halbjährigen Probezeit kostenlos, danach wird ein Aufpreis fällig.
Ein Head-up-Display sucht man im Cockpit vergebens. Aber dafür könnt Ihr Eure aktuelle Geschwindigkeit auf einem schmalen Info-Display (10 Zoll) hinter dem Lenkrad ablesen. Die Zahlen werden hier recht riesig angezeigt, das gefällt. Und dazu gibt's noch einen 10-Zoll-Touchscreen in der Mitte. Die Menüs sind zwar nicht gerade State-of-the-Art, aber Opel hat sich bewusst auf das Wesentliche beschränkt. Manchmal wünscht man sich vielleicht ein bisschen mehr Pep, aber die "Pure-Panel-Displays" machen ihren Job ohne Macken.

Platzangebot und Kofferraum
Platzmäßig hat sich eigentlich nichts getan. Da der Klein-SUV nur 4,15 Meter lang ist – kürzer als zum Beispiel ein Opel Astra – und der Radstand gerade mal 2,56 Meter beträgt, wird's besonders in der zweiten Reihe kuschelig. Insbesondere große Leute fühlen sich da schnell wie in der Sardinenbüchse und haben nicht wirklich Spaß an der Fahrt. Für den Nachwuchs reicht der Platz, zumindest solange die Kids noch klein sind. Wenn Fahrer und Beifahrer ihre Sitze weit nach hinten schieben, wird's selbst für Teenies schnell ungemütlich.
Vorne ist's dafür überraschend luftig. Und auch der Sitzkomfort ist gut. Selbst, wenn Ihr mal etwas flotter um die Kurven düst. Im Kofferraum müsst Ihr Euch hingegen mit mageren 310 Litern zufriedengeben. Das ist ungefähr so viel wie im ebenfalls sehr kompakten Volvo EX30 (Test). Wenn Ihr die Rücksitze umklappt, steigt das Ladevolumen auf maximal 1.060 Liter. Auch nicht gerade ein Topwert, aber alltagstauglich. Viel mehr kann man bei den kompakten Maßen ohnehin nicht erwarten. Einen Frunk für zusätzlichen Stauraum unter der Motorhaube gibt's leider nicht.

Tipp: Wer mehr Ladevolumen im Kofferraum will, aber der Marke treu bleiben möchte, kann sich den etwas größeren Opel Frontera Electric (Test) anschauen. Oder ganz oben ins Regal greifen und den Opel Grandland Electric (Test) kaufen. Und dann gäbe es noch den Opel Combo Electric (Test) als Hochdachkombi. Auch der hat mehr Platz zu bieten, wenn im Alltag häufiger zusätzliche Ladung mit auf die Reise gehen soll.
Ladeleistung
Mit dem Opel Mokka Electric (2025) erhaltet Ihr eine 54 kWh große Lithium-Ionen-Batterie. Serienmäßig ist die mit einem 1-phasigen On-Board-Charger gekoppelt, der Euch eine AC-Ladeleistung von leider nur 7,4 kW ermöglicht. Wenn's etwas schneller gehen soll, könnt Ihr gegen Aufpreis (700 Euro) einen 3-phasigen Charger mit 11 kW Ladeleistung bekommen. Noch flotter, mit bis zu 22 kW, geht's beim kleinsten SUV von Opel leider nicht. An der Schnellladesäule ist bei 100 kW Schluss. Und das auch nur, wenn alles optimal läuft und die Temperaturen stimmen. Opel sagt, für eine Ladung von 10 auf 80 Prozent braucht Ihr etwa 35 Minuten. Ob's stimmt? Wir konnten es während unseres Tagestests auf Mallorca leider nicht prüfen.

Fazit zum Opel Mokka Electric (2025)
Der Opel Mokka Electric sieht auch nach seinem Facelift in weiten Teilen genauso polarisierend aus wie das Ursprungsmodell aus dem Jahr 2021. Ihr werdet ihn mit seinen recht kantigen Formen entweder lieben oder Euch vielleicht fragen, ob es sich tatsächlich um einen Opel handelt.
Aber was wirklich stark ist, ist die verbesserte Effizienz. Wir waren insbesondere vom Fahrverhalten begeistert. Egal, ob auf kurvigen Landstraßen oder der Autobahn – das E-Auto liegt richtig gut auf der Straße. Ob er wirklich langstreckentauglich ist, konnten wir leider nicht so richtig ausprobieren. Aber erfahrungsgemäß müsst Ihr von der angegebenen Reichweite, die laut Opel bei rund 400 Kilometern liegt, 100 bis 150 Kilometer abziehen. Also sind 250 bis 300 Kilometer auf der Autobahn wohl realistisch.

Der Preis ist natürlich für einen verhältnismäßig kleinen Opel nicht ohne. Mindestens 37.000 Euro müsst Ihr für den kleinen Stromer hinblättern. Da ist Leasing vielleicht die bessere Option. Empfehlen würden wir das Auto aber nur dann, wenn Ihr nicht regelmäßig auf der Langstrecke unterwegs seid. Im Stadt- und Pendelverkehr hingegen ist das Opel Mokka Electric mit seinem niedrigen Verbrauch und seiner erhöhten Sitzposition eine richtig attraktive Alternative zu (noch) teureren Elektroautos.
Von der Optik gefällt mir der Mokka richtig gut, vom Preis her weniger.
Zu starke rekuperation verbraucht meistens mehr energie, ist dann nichts anderes als häufig bremsen, manchmal ist rollen lassen besser wenn man garnicht anhalten will.
Die ganzen E Roller verbrauchen mehr wenn das an ist und kommen weiter wenns aus ist und ausrollt, zu stark belastet auch das Alku und die leistungsteile natürlich stärker, sollte man im Hinterkopf haben.
Ist die Lenkung einfach nur direkt oder gar zu direkt? Ich fuhr schon einige Autos da war das nicht mehr schön, ford puma z.b kleiner huckel in der kurve und schon verziejt man das lenkrad so direkt war es, einhand fahren in kurven fast unmöglich.
Ich mag komfortable lenkungen, wo man auch nen bissel drehen kann ohne direkt eine riesen reaktion zu bekommen.
Bmw einser den ersten, fand ich auch schrecklich unruhig, das hat dann auch nichts mehr mit sportlichkeot zu tun, mein Ding sind so Lenkungen nicht, ganz schlimm finde ich es wenn man nichts fühlt ohne feedback.
Rekuperation ist aber auch nicht dasselbe wie einfach ausrollen lassen, sondern aktives Bremsen. Dem Fahrzeug wird kinetische Energie nicht nur durch Luft- und Rollwiderstand entzogen, dieser Anteil geht als Wärme verloren, sondern zusätzlich durch die generatorische Wirkung des Motors, und der größte Anteil dieser Bremsenergie kann dem Akku wieder zugeführt werden und so die Reichweite verlängern, zudem kostet diese rückgewonnene Energie nichts. Dass der Akku und andere Bauteile dabei belastet werden, ist keine Frage, nur das werden sie beim normalen Laden auch, so dass keine wesentliche Mehrbelastung auftritt. Ich würde sogar sagen, in bestimmten Situationen ist sie schonender, als normales Bremsen. Warum verwenden Fahrer von Verbrennern auf längeren Hangstrecken abwärts gerne die "Motorbremse"? Um den Verschleiß der Bremsbeläge klein zu halten und eine Überhitzung der Bremsen zu vermeiden. Ein Elektromotor der nur leer läuft, ohne als Generator zu arbeiten, zeigt aber fast keine Bremswirkung, anders als ein Verbrenner, der zwar bremsen kann, dafür aber keinerlei Energie rückgewinnen kann.
Kann man bei einer längeren Hangabwärtsfahrt die Rekuperation so einstellen, dass das Fahrzeug die Geschwindigkeit inetwa hält, ist das schon fast ideales Bremsen. Die normalen Bremsen werden geschont, der Motor bremst stattdessen, aber durch magnetische Kräfte statt durch Reibungskräfte wie ein Verbrenner, was kaum Verschleiss und Hitze hinterlässt und zusätzlich kann viel Energie rückgewonnen werden, die bei der Hangauffahrt zusätzlich dem Akku entnommen wurde.
Sollte ich ein E-Auto kaufen, wäre Rekuperationsfähigkeit durchaus ein Kaufkriterium.
Man soll ja auch nicht einhändig fahren. ;)
Bei den Preisen muss sich die deutsche Autoindustrie nicht wundern, dass sie sich nicht verkaufen.
so richtig deutsch ist an dem Auto auch nur noch der Name
Jain, habe bei Peugeot gearbeitet, da war manchmal mehr made in germany drin als in so manch einem VW, sah immer an den Ersatzteilen wo die her kamen, fast immer Made in Germany, nehmen wir neue vw, sau viel made in china! Wie es nun aktuell ist keine Ahnung.
Das dürfte an den vielen Produktionsstandorten der Zulieferer in Deutschland und angrenzende Staaten gelegen haben - blos sind die entweder in die östlichen EU-Staaten oder ganz nach Indien/Asien abgewandert. Denn sehr oft sind Kleinteile in der EU zu den notwendigen Preisen nicht mehr produzierbar! Selbst bei nahezu 100% Automatisierung der Produktionsstrecken geht das nicht mehr - da schlagen dann wieder die Energiekosten oder fehlende örtlichen Zulieferer der Materialien so richtig zu!
37000€ für die Basisversion unglaublich für so eine Frikadelle !
Na ja, so viel auch nicht - alleine der Akku macht mehr als die Hälfte aus!