Snapdragon Tech Summit: Ein erster Blick auf Qualcomms 5G-Trumpfkarte
Die Zukunft ist nah, zumindest die der Mobilfunknetze. In Hawaii auf dem Snapdragon Tech Summit 2018 stellt Qualcomm den neuen Snapdragon 855 vor, der für 5G wie gemacht erscheint - und das in vielen Bereichen.
Zum ersten Tag der Qualcomm-Veranstaltung hält sich der Hersteller noch bedeckt über die Eigenheiten des Snapdragon 855, verrät aber schon einiges darüber, was man im Mobile-Bereich von 5G erwarten darf. Das ist eine ganze Menge, denn der neue Mobilfunkstandard spielt in vielen Bereichen eine Rolle und dürfte merkliche Vorteile für die meisten Nutzer bringen.
Als hauptsächliche Einsatzzwecke für 5G in Smartphones hat Qualcomm Dinge wie das Streaming von ultrahochauflösenden Videos, KI in der Cloud, Gaming mit geringen Latenzen und extrem schnellen Datenrate, Multimedia-Nutzung, aber auch das kreative Arbeiten und Erstellen von Inhalten identifiziert. Dabei lässt Qualcomm-Chef Cristiano Amon auf dem Snapdragon Summit keine Zweifel an de Tatsache aufkommen, dass dem Smartphone die Zukunft gehört: "Das Smartphone bleibt das wichtigste Gerät."
Hohe Frequenzen und viele Antennen
Für den 5G-Funk selbst hat Qualcomm die mmWave-Antenne entwickelt und über drei Jahre so stark verkleinert, dass sie nun im Smartphone problemlos Platz findet, und zwar gleich mehrfach. mmWave arbeitet mit Beam Forming auf extrem hohen Frequenzen von 24 GHz oder höher, um den Empfang zu verbessern. Qualcomm verspricht Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 5 Gbps in Smartphones bereits in der ersten Jahreshälfte 2019 - wenn die Netze entsprechend mitspielen, versteht sich.
Ein Referenzdesign für ein 5G-Smartphone hat in Hawaii nicht nur Qualcomm im Gepäck, auch Samsung zeigt ein 5G-Smartphone - zumindest ein bisschen. Die versammelten Journalisten dürfen das Gerät weder ausprobieren noch anfassen und nicht einmal das Display ausschalten. Auch wenn es schon Anfang des nächsten Jahres losgehen soll mit den 5G-Smartphones scheint es so, als sei da noch eine Menge Arbeit notwendig. Immerhin: Motorola hat seinen 5G-Mod für das Moto Z3 ebenfalls im Gepäck, und der scheint auch bereits zu funktionieren.
Die Schwierigkeiten, die 5G für den Bau von Smartphones bringt, sind sattsam bekannt: Viel mehr Antennen müssen um Gehäuse untergebracht werden, der Chip muss genug Rechenpower für die immensen Datenmengen besitzen und der Energiebedarf ist hoch. Hier muss sich im Alltag beweisen, was der Snapdragon 855 so alles drauf hat.
Wer sich die komplette Keynote des ersten Tages des Qualcomm Snapdragon Tech Summit 2018 noch einmal anschauen möchte kann das hier tun:
Was denkt Ihr, wird der Snapdragon 855 der neue Wunder-Chip für Smartphones werden?
45 % schnellere CPU und 20 % leistungsfähigere GPU.
Ansonsten weitere Implementierung von AI-Features und dank 7 Nanometer-Fertigung theoretisch energieeffizienter.
Kaum werden die Akkus haltbarer, so werden schon neue Technologien entwickelt die diesen noch schneller leer saugen.
Ich fände es besser Mal anstatt 5 Antennen einen größeren Akku unter zu bringen. Was bringt mir eine super schnelle mobile Datenverbindung wenn der Akku innerhalb von Minuten schon leer ist?
@vlovy: Dadurch, daß die Smartphones von Jahr zu Jahr größer werden, ist auch mehr Platz für den Akku vorhanden.
Schau dir ein Huawei Mate 20 Pro an, daß vollgestopft mit Technik ist, und trotzdem mit einem 4200 mAh Energiespender aufwarten kann.
Vor Ende 2020 ist 5G hierzulande kein Thema und anfangs vermutlich völlig überteuert.
Bis 5G relevant ist, gibt es bereits ein Samsung Galaxy S12 oder 13, es sei denn du wohnst in Südkorea.
Was ziemlich peinlich ist als Deutschland!