Lohnendes Balkonkraftwerk? Diese Fehler solltet Ihr vermeiden


In der Welt der nachhaltigen Energieversorgung sind Balkonkraftwerke weiterhin im Trend. Diese kleinen, effizienten Mini-PV-Anlagen können Eure Stromrechnung erheblich senken. Doch Vorsicht ist geboten: Ein falscher Schritt kann sie schnell zu einer kostspieligen Fehlinvestition machen. Schauen wir uns genauer an, worauf Ihr achten solltet.
Das Risiko von Stromspeichern
Balkonkraftwerke sind inzwischen günstiger geworden, auch Stromspeicher profitieren von Preisnachlässen. Dies kann dazu verleiten, beide zusammenzukaufen.Tagsüber, wenn die Sonne am stärksten scheint, erzeugen die Balkonkraftwerke den meisten Strom. Doch viele von Euch sind dann bei der Arbeit. Der eigentliche Strombedarf ist morgens und abends höher. Ohne Speicher fließt der ungenutzte Strom ins Netz – und mangels Einspeisevergütung gibt es dafür kein Geld. Warum also nicht direkt in einen Batteriespeicher investieren, der den Solarstrom über Mittag einspeichert, um ihn später nutzen zu können? Der Rückschluss ist naheliegend, doch dieser Ansatz ist nicht immer sinnvoll. Nicht jedes Balkonkraftwerk benötigt einen Stromspeicher, um effizient zu arbeiten. Vielmehr kann sogar das Gegenteil der Fall sein.

Kosten-Nutzen-Abwägung
Ist Eurer Balkonkraftwerk lediglich mit einem oder zwei Modulen ausgestattet, benötigt es recht lange, um einen Stromspeicher überhaupt zu füllen. Tatsächlich dürfte die Speicherkapazität nur selten sinnvoll ausgenutzt werden, weshalb zwar Euer Eigenverbrauch ansteigt. Zugleich jedoch auch die Amortisationszeit für Eure Anlage, denn die zusätzliche Komponente kostet entsprechend Geld. Darum sollten die folgenden Aspekte in Eure Entscheidung miteinfließen:
- Ein kleiner Speicher mit 1 kWh Kapazität kostet etwa 400 Euro. Diese Investition rechnet sich nicht, wenn der Speicher kaum genutzt wird.
- Bei ungünstigen Wetterbedingungen kann das Laden des Speichers mehrere Stunden in Anspruch nehmen, was die Effizienz beeinträchtigt.
- Smarte Messgeräte für ein effizientes Energiemanagement kosten zusätzlich etwa 100 Euro. Diese sind nötig, um den Strom optimal zu nutzen.
Moderne Balkonkraftwerke bieten oft integrierte Überwachungstechnologien, doch die Zusatzkosten für den Stromspeicher verlängern die Amortisationszeit erheblich. Ohne gründliche Analyse könnten die Betriebskosten ungewollt in die Höhe schießen. Das bedeutet jedoch nicht, dass eine Kombination aus beiden Elementen grundsätzlich sinnfrei wäre. Vielmehr ist die passende Abstimmung aufeinander die entscheidende Komponente.
Empfehlung: Module und Speicher richtig kombinieren
Der TÜV-Verband und die Verbraucherzentrale Bundesverband raten: Bei ein bis zwei Solarmodulen lohnt sich ein Stromspeicher kaum. Die geringe überschüssige Solarstrommenge bringt keinen nennenswerten Vorteil. Ein Speicher kann dann durchaus mehr kosten, als er einspart. In einer Konstellation mit vier bis fünf Modulen produziert Ihr jedoch genug Energie, um den Speicher sinnvoll zu nutzen und effizient zu arbeiten.
- Weiterlesen zum Thema: Die besten Speicher für Balkonkraftwerke im Test und Vergleich
Wenn Ihr ein Balkonkraftwerk plant, entscheidet sorgfältig zwischen zwei Optionen: Ein größeres System mit Speicher und mindestens vier Modulen, um die volle Kapazität auszunutzen, oder eine kleinere, speicherlose Variante für weniger Module. Denkt zukunftsorientiert: Wählt einen Speicher, der bei Bedarf mit zusätzlichen Modulen erweitert werden kann. Die Entscheidung für ein Balkonkraftwerk verlangt sorgfältige Überlegungen. Es zählt, die richtige Balance zwischen Kosten und Nutzen zu finden, um das volle Potenzial der Technologie auszuschöpfen. Nur durch kluge Planung und passende Technik wird das Balkonkraftwerk zu einem echten Gewinn für Euer Zuhause.
Quelle: T-Online
Wenn man so etwas schreibt, sollte wenigstens der Verweis auf aktuelle Technik genutzt werden. So ist der Artikel wertlos.